Das Rezept des Paladius zeigt, wie lange Senf schon die Küche bereichert und das sicher nicht nur als Verdauungshilfe für kräftige und deftige Speisen. Die unterschied-lichen Geschmacksrichtungen lassen sich wie folgt erklären: Wir arbeiten mit zwei verschiedenen Senfsorten, nämlich mit gelben Senfkörnern, die einen sehr milden und feinwürzigen Geschmack entwickeln, und mit braunen bzw. schwarzen Senfkörnern, die wesentlich mehr Schärfe enthalten. Je nachdem, ob wir mittelscharfen oder scharfen Senf herstellen möchten, mischen wir unterschiedliche Anteile der beiden zuvor geschroteten Sorten miteinander und geben sie mit Essig, Salz, Wasser und Gewürzen unter Rühren in den Maischebottich. Hier entsteht nun durch den Kontakt mit Flüssigkeit aufgrund enzymatischer Spaltung die Schärfe und der Geschmack des Senfes. Die hierfür verantwortlichen Öle sind temperaturempfindlich.

Bei der traditionellen Herstellungsweise auf Steinmahlgängen bleibt wegen der Kaltvermahlung das natürliche Aroma und die Schärfe des Senfes erhalten. Voller Genuß ist durch diese hohe Qualität garantiert. Wir füllen unseren Senf ausschließlich in Steinzeugtöpfe zu 200 ml ab. Dadurch ist er besser geschützt gegen Licht und Temperaturschwankungen.